Stadionverbote
Dienstag, Juni 22nd, 2010Der BFC Dynamo sprach für sechs Beteiligte des Platzsturmes im Anschluss an das Suff-Cup-Finale ein Stadionverbot aus.
Dazu auch die Morgenpost.
Der BFC Dynamo sprach für sechs Beteiligte des Platzsturmes im Anschluss an das Suff-Cup-Finale ein Stadionverbot aus.
Dazu auch die Morgenpost.
Erst jetzt, aber immerhin, meine Notizen vom letzten Donnerstag Abend:
Im Vereinsheim waren über 150 Leute anwesend. Norbert Uhlig sagte kurz Hallo, begrüßte die Anwesenden, ohne Mikro.
Peter Meyer kam mit besserem Sound rüber, er nannte einige Zahlen. Vor drei Jahren stand der BFC mit 360.00 Euro Verbindlichkeiten da, nun sei der Verein selbige los. Er habe 3.500 Arbeitsstunden in den BFC investiert, unter anderem für den Wirtschaftsprüfer, der ihn vier Wochen in Schwung hielt. Bei anderen Vereinen, die sogar schlechter da ständen, dauere sowas allenfalls einige Tage. Lobby-Politik …
Im Vorfeld der abgelaufenen Saison sei der Etat von einer Million gedeckt gewesen, man habe bescheiden kalkuliert, sei von durchschnittlich 800 Zuschauern ausgegangen. Zum Ende der Hinrunde lag man drüber, aber aufgrund des Rückrundeneinbruchs insgesamt etwas darunter. Die 20.000 Euro Minus seien vertretbar.
Ärgerlich sind die ausstehenden 50.000, die von verschiedenen Fans zugesagt wurden, aber nicht eintrafen. Hier ging es hauptsächlich um Mitgliedsbeiträge und Zusagen für das Bomberkonto. Der BFC wird diese Leute dran erinnern.
Vor dem Pokalendspiel gab es trotz Nichtaufstieg die Zusage eines potenziellen Sponsoren, für eine sechsstellige Summe als Brustsponsor aufzutreten. Er und andere Interessenten nahmen im Anschluss an das Endspiel davon Abstand.
Meyer erwähnte, dass der BFC vor dem Finale dem BFV angeboten habe, mit dem eigenen Sicherheitsdienst für einen korrekten Ablauf beizutragen. JVDer auf der Tartanbahn, das wurde vom Verband abgelehnt. Der BFC sieht die Hauptschuld beim BFV, die im Raum stehende Strafe vom Ausschluss aus dem Pokalwettbwerb sei nicht hinnehmbar. Eine ebenfalls drohende Geldstrafe werde eventuell den Platzstürmern angetragen.
Weiter ging es mit Fragen aus dem Publikum. Warum Backs gehen musste? Weil sich einige Spieler über Monate gegen ihn aussprachen, zur Winterpause war es fast die ganze Mannschaft. Der Vorstand wollte sich nicht zu Backs Trainingsmethoden äußern, habe auf die Hierarchie vertraut, wollte aber auch vermeiden, dass die Mannschaft in absehbarer Zeit gegen den Trainer spiele, deshalb habe man die Reißleine gezogen.
Heiko Bonan begann mit einer rhetorischen Frage, wollte wissen, wer von den Anwesenden Arbeit habe und wie dort die Stimmung ist … Für Bonan hatten viele Spieler kein gemeinsames Ziel. In der Oberliga sei der eigene Stammplatz nicht so in Gefahr, man müsse nicht ewig zum Auswärtsspiel fahren.
Warum während der Winterpause sechs neue Spieler zur eingespielten Mannschaft kamen? Welche Rolle Angelo Vier spielt? Meyer fachsimpelte, dass jede Verpflichtung ein Wagnis ist, er verteidigte den seinerzeitigen Bedarf, zum Beispiel am Torhüter. Der sportliche Berater Angelo Vier verdiene am BFC nichts, er habe sich auch für die Realisierung des Tests gegen Hertha BSC stark gemacht, für den im Vorfeld stark geworben werden wird.
Meyer bezeichnete die Zusammenarbeit mit der Sportplatzverwaltung als verbesserungswürdig, der BFC werde in den Sommer- und Winterpausen mehr mit kleinen Vereinen cooperieren. Keine teuren Trainingslager, lieber drei Tage im Umland.
Guido Spork war (als einziger Spieler?) anwesend, er wurde von einem Fan aufgefordert, sich zur Rückrunde zu äußern. Spork lehnte ab, was auch legitim ist. Aus dem Stand vor 150 Leuten was knackiges zu sagen, ist auch nicht jedermanns Sache. Meyer stellte sich vor Spork, bei dem man nicht die alleine Schuld suchen darf.
Pause.
Meyer & Co. haben in den letzten Tagen über 30 Gespräche mit potenziellen Spielern für die nächste Saison geführt, “die charakterlich zu uns passen”. Junge Spieler, es soll höheres Augenmerk auf die U23 und A-Jugend gelegt werden.
Jürgen Kaiser begann aus dem Stand mit einem gefühlten zwanzigminütigen Vortrag über die Nachwuchsabteilungen. Beim BFC gibt es 300 Kinder, 18 Jugendmannschaften, davon zwei Mädchen-Teams. Einst gab es einen Kahlschlag, danach einen Neuanfang mit “Dorffußballern”, man stieg aber hier und da auf. Nun ist der Nachwuchs im Bundesgebiet gerne gesehen, man kommt auch gerne zu uns. Die Bedingungen im Sportforum sind ein Faustpfand des Vereins, viele Kinder gehen vorzugsweise zum BFC. (Zwischenapplaus)
Bonan kam auf die Oberliga-Männer zurück, er sprach vom “möchten” und vom “wollen”. ”Wenn ich beim BFC spiele, habe ich die Verpflichtung …”
Rainer Lüdtke bilanzierte, das neue Logo sei besser eingeschlagen als man erwartet habe.
Meyer verkündete die Verpflichtungen für die nächste Saison: Als Trainer Heiko Bonan, als Co Rene Gritschke; als Spieler Nico Hildbrandt, Marcel Behnke, Stephan Krause, Amadeus Wallschläger, Stefan Malchow, Martin Neubert, Matthias Steinborn, Sebastina Beck, Richard Steiner, Kevin-John Gutsche, Morten Jechow, Julian Wienbreyer und Marcus Heitmann.
Vom Publikum wurde große Zustimmung signalisiert. Neun weitere Verkündungen stehen an. Alle Spieler sind schon geil auf den Test gegen Hertha BSC.
Motche ist BFCer, für ihn wird man im Verein eine Aufgabe finden. Vielleicht als Torwarttrainer (Marco Reimann ist mindestens bis zum Jahresende in Südafrika).
Frage: Reicht es, um vor Union II zu stehen? Antwort: Gegen Union will ich gewinnen, bevor ich auf den Platz renne.
(Für den lebensfrohen Fußballfreund ein harmloser Scherz, für den garstigen Lohnschreiber der nächste Skandalartikel.)
Der BFC will wieder ehrlichen Fußball bieten. Vielleicht reicht es für einen erneuten Angriff im Jahr darauf.
Persönlicher Nachtrag: Jeder hatte die Chance, alles anzusprechen, deshalb macht es nun wenig Sinn, im Forum oder anderswo herum zu sticheln. Einige Baustellen wurden sicherlich nicht angesprochen, mir schien dafür “das große Kino” zu unpassend, allerdings finden sich derzeit (hoffentlich) dafür Arbeitsgruppen. Ich hatte noch ein kontroverses Gespräch mit einem Freund der dritten Schallplattenseite, in dem ich unter anderem erfuhr, dass unser Präsident, der sich bei derartigen Auftrittsmöglichkeiten gerne zurück hält, im Alltag der Vereinsarbeit durchaus gut drauf ist.
Wir dürfen auf die nächste Saison gespannt sein. Jahreskarte, jetzt!
… ist ein Verbot. Icke etwas erbost ![]()
Der Berliner Kurier zu Tobias´ Vereinswechsel.
… werden am 7. August in Fredersdorf bei Berlin die BFC-Oldies auf eine Auswahl der DDR von 1974 treffen.
Laut der Märkischen Oderzeitung verlässt Max Gerhard die Hohenschönhausener in Richtung Germania Schöneiche.
Die Staffeleinteilung für die Saison 2010/11 dürfte so aussehen.
Surfpoet Tube hat einen Vuvuzela-Filter gebastelt. Keine Ahnung, ob der funktioniert oder nicht. Aber man kann gerne per Mail die Tinitus-Teutonen von ARD/ZDF/RTL über diese Chance informieren oder zumindest fordern, den Stadion-Sound nicht derart zu übermitteln.